Der Konzern schließt das ARDO-Werk in Groß-Enzersdorf. Betroffen sind die Menschen, die dort arbeiten – und mit ihnen eine Region, die auf diese Arbeitsplätze angewiesen ist. Ich stehe hinter den ARDO-Beschäftigten.
Wer regionale Produktion will, muss auch regionale Arbeitsplätze wollen. Beides lässt sich nicht trennen. Ein Werk zu schließen und im selben Atemzug von heimischem Gemüse zu sprechen, passt nicht zusammen.
Hinter jeder Schließung stehen Menschen mit Lebensläufen, mit Wohnungen, mit Kindern in der Schule, mit einem Arbeitsweg, der bisher gepasst hat. Ihnen wird die Entscheidung nicht aus Einsicht abverlangt, sondern aus einer Bilanz heraus getroffen, in der sie als Posten erscheinen.
Wenn ein Konzern entscheidet, eine Produktion aufzugeben, ist das keine reine Betriebswirtschaft. Es ist eine politische Entscheidung mit gesellschaftlichen Folgen – und sie gehört auch politisch beantwortet: mit einer Perspektive für die Beschäftigten, mit einer aktiven Standortpolitik und mit dem klaren Anspruch, dass regionale Wertschöpfung nicht beliebig verlagert wird.
Solidarität ist hier kein Wort für ein Plakat. Sie heißt: nicht aufgeben, verhandeln, gemeinsam auftreten und sichtbar machen, was auf dem Spiel steht.

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