In der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 25. Oktober 2026, werden die Uhren wieder zurückgedreht: um 3 Uhr früh auf 2 Uhr früh. Und schon wieder beginnt die unleidige Dreherei an der Uhr.
Wann wird endlich mit dieser sinnlosen Verschwendung von Geld Schluss gemacht?
Es bringt keine Energieersparnis
Das ursprüngliche Versprechen war: mehr Tageslicht am Abend, weniger Strom für Beleuchtung. Was davon übrig geblieben ist, ist wenig. In modernen Haushalten geht der größte Teil des Stromverbrauchs nicht in die Beleuchtung, sondern in Geräte, Kühlung und Elektronik – und die laufen unabhängig davon, wie spät es draußen dunkel wird. Was am Abend beim Licht gespart wird, wird in den kühleren Morgenstunden oft wieder verbraucht. Unter dem Strich bleibt eine Null, bestenfalls ein Rundungsfehler.
Es kostet eher Geld
Zweimal im Jahr stellen Betriebe ihre Abläufe um: Schichtpläne, Öffnungszeiten, Fahrpläne, Lieferketten, Zeiterfassungssysteme, Steuerungsanlagen. Das sind echte Arbeitsstunden, echte Umstellungskosten, echte Fehlerquellen. Dazu kommen die Folgekosten für die Allgemeinheit: Schlafstörungen, mehr Verkehrsunfälle in den Tagen nach der Umstellung, erhöhte Belastung im Gesundheitswesen. Man dreht an der Uhr, um zu sparen, und bezahlt zweimal dafür.
Der Biorhythmus wird durcheinandergebracht
Der menschliche Körper läuft nicht nach Verwaltungsvorschrift. Er läuft nach Licht und innerer Uhr. Eine Stunde Schlafverschiebung klingt wenig, aber sie wirft den Schlaf-Wach-Rhythmus für Tage aus dem Takt – besonders bei Kindern, bei Schichtarbeitenden und bei allen, die ohnehin an der Grenze ihrer Belastbarkeit arbeiten. Der sogenannte Jetlag des kleinen Mannes ist kein Scherz, sondern jedes Jahr die Erfahrung von Millionen.
Wozu also noch dieses Drehen an der Uhr?
Es gibt keinen überzeugenden Grund mehr. Die EU hat sich vor Jahren dafür ausgesprochen, die Zeitumstellung abzuschaffen – passiert ist nichts. Die Mitgliedstaaten können sich nicht einigen, welche Zeit dann gelten soll, und so bleibt es beim Alten: Jahr für Jahr dieselbe sinnlose Dreherei, auf dem Rücken der Beschäftigten und ihrer Familien.
Ich finde: Entweder man einigt sich auf eine Zeit und lässt sie in Ruhe – oder man lässt die Sommerzeit dauerhaft gelten. Was nicht bleibt, ist dieses Hin und Her.

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